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Liebe Kinder, Jugendliche und Eltern;

herzlich Willkommen auf meinen Seiten!

 

Ich hoffe, dass auf diesen Seiten alle wichtigen Informationen zu finden sind, die benötigt werden.

 

Aufnahme von Psychotherapie - Wie & Was?

Die Aufnahme einer Psychotherapie ist heute weniger bürokratisch.

Nach telefonischer Kontaktaufnahme wird (*sofern ein freier Therapieplatz vorhanden ist) ein Erstgesprächstermin vereinbart. Sollte zuvor bereits Hilfe in Anspruch genommen worden sein, kann es hilfreich sein entsprechende Befunde mitzubringen.

Nach dem Erstgespräch gibt es vier weitere sogenannte probatorische Sitzungen. In dieser Zeit finden wir heraus ob eine Psychotherapie notwendig ist und ob die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Therapieverlauf gegeben sind. In diesem Zeitraum erfolgt auch eine medizinische Untersuchung zur Abklärung körperlicher Ursachen. Wichtig für einen erfolgreichen Therapieverlauf ist, "dass die Chemie stimmt". Wenn sich beide Seiten für eine Therapie entscheiden, wird ein Therapieantrag bei der Krankenkasse gestellt, der in der Regel bewilligt wird. In den meisten Fällen entstehen für die Psychotherapie keine Kosten. 

Privatversicherte sollten sich allerdings im Vorfeld darüber informieren ob der private Versicherer die Kosten übernimmt. Die privaten Krankenversicherungen weisen hier unterschiedliche Leistungskataloge bzw. Tarife auf.

Beachten Sie: Nicht alles was unter dem Begriff Psychotherapie angeboten wird erfüllt die dafür festgelegten Kriterien. Der Begriff Psychotherapeut ist geschützt. Wenn Sie einen Psychotherapeuten suchen, dann vergewissern Sie sich, dass auch tatsächlich Psychotherapie angeboten wird. Nicht selten verbergen sich hinter ähnlich anmutenden Begriffen, wie LebensberatungPsychologische Beratung etc. Angebote, die nicht von Psychotherapeuten durchgeführt werden. Werden Sie hellhörig, wenn Heilsversprechen durch die Anwendung quasi-religiöser Methoden abgegeben werden!

 

Psychotherapie - Wann?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, weil die Erscheinungsbilder psychischer Störungen vielschichtig sind und sich überlappen können. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Psychotherapie dann indiziert ist

  • wenn der Leidensdruck zu groß wird (beim Kind oder der Familie)
  • wenn der Alltag nicht mehr bewältigt werden kann
  • wenn Entwicklungsschritte und damit verbundene Entwicklungsaufgaben nicht bewältigt werden können z. B. schulische Kompetenz, Beziehungen zu Gleichaltrigen etc.
  • wenn die Symptome selbst- oder fremdgefährdend sind 

Vorurteile und Vorbehalte gegenüber der Aufnahme einer Psychotherapie haben sich in den letzten Jahrzehnten zwar verringert. Dennoch erweisen sich einige Klischees im Zusammenhang mit Psychotherapie weiterhin als hartnäckig. Während die meisten Menschen bei körperlichen Schmerzen rasch etwas gegen ihre Probleme unternehmen, z.B. ein Medikament einnehmen oder einen Mediziner aufsuchen, kommt es bei psychisch bedingten Problemlagen nicht selten zum Verdrängen und Verschweigen der Symptomatik. Häufig können in solchen Fällen die eigenen Gefühle, die eigene Wahrnehmung und Stimmung und das daraus resultierende Verhalten nicht richtig eingeordnet werden oder man schämt sich sogar dafür.

Wer den Entschluss fasst eine Psychotherapie zu beginnen ist nicht etwa "unnormal“ - sondern handelt absolut vernünftig.

 

Je früher psychotherapeutische Hilfe in Anspruch genommen wird, desto schneller können in der Regel die Probleme verringert oder sogar ganz beseitigt werden.

 

Sollen sich nur die Kinder und Jugendlichen verändern?

Nein, wichtig ist es, dass alle Beteiligten eine Veränderungsbereitschaft mitbringen, denn Psychotherapeuten sind nicht (was vielleicht von vielen Kindern und Jugendlichen angenommen wird) Erfüllungsgehilfen elterlicher Wünsche. Eltern, die erwarten, sie könnten ihre Kinder lediglich bei einem Therapeuten abliefern und dann würde sich schon alles gut entwickeln, werden zumeist enttäuscht. Auch die Eltern haben die Gelegenheit innerhalb der Therapie neue Verhaltensweisen zu entwickeln, um zu einem besseren Miteinander beizutragen. Oftmals ist es gar nicht notwendig alles grundlegend zu verändern, weil bereits positive Ansätze und Ideen vorhanden sind.        

Mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern möchte ich gemeinsam den Blick auf die Stärken richten und die Familie als Ganzes zu verstehen. 

 

 

 

* Leider ist die gegenwärtige psychotherapeutische Versorgungssituation für Kinder- und Jugendliche nicht zufriedenstellend, so dass es in der Regel zu Wartezeiten kommt. Je nach aktuellerm Anfrageaufkommen variiert die Dauer der Wartezeit.